Erfurt ist die Landeshauptstadt des deutschen Bundeslandes Thüringen. Es ist zugleich die größte Stadt
Thüringens und neben Gera und Jena im Osten eines der drei Oberzentren des Landes. Wichtigste Institutionen
neben den Landesbehören sind das Bundesarbeitsgericht, die Universität
Erfurt und das katholische Bistum Erfurt mit Sitz im Dom, der neben der Krämerbrücke eine der
Hauptsehenswürdigkeiten der Stadt ist. Darüber hinaus besitzt die Stadt einen
sehr großen mittelalterlichen Altstadtkern.Erfurt wurde 742 erstmals urkundlich
erwähnt und entwickelte sich bereits kurz nach seiner Gründung zum Zentrum des
thüringer Raumes, wenngleich es bis 1944 politisch nicht Teil des Landes war.
Bis 1802 gehörte es zu Kurmainz,
danach zu Preußen. Die
Universität wurde 1392 gegründet und ist somit die drittälteste Deutschlands, Martin Luther war ihr
bekanntester Student. Die Wirtschaft der Stadt ist von Verwaltung und
Dienstleistung geprägt und Erfurt ist auch Messestadt (nach Leipzig die zweitgrößte Messe in
den neuen Bundesländern). Des weiteren ist Erfurt wichtiger Verkehrsknotenpunkt
im Zentrum Deutschlands. Der neue Hauptbahnhof befindet sich in Bau. Der
wichtigste Sportverein der Stadt ist der FC Rot-Weiß Erfurt. Bekannt ist Erfurt
auch für seinen Gartenbau (ega) und als
Medienzentrum (Sitz des Kinderkanals und mehrerer Tageszeitungen).Erfurt liegt nur 45,5 km südöstlich des geographischen Mittelpunkts von Deutschland, womit es
seit der Wiedervereinigung von BRD und DDR (3. Oktober 1990)
die zentrale Großstadt des Staates ist.Erfurt liegt im Süden des Thüringer
Beckens, in einem weiten Becken des Flusses Gera, einem Zufluss der Unstrut. Im Süden wird das Stadtgebiet von bewaldeten Höhen (dem
Steigerwald) umgrenzt. Die größte
Ausdehnung des Stadtgebiets beträgt von Nord nach Süd 21 km und von Ost nach West 22,4
km.Die nächsten größeren Städte sind Leipzig, 105 km Luftlinie nordöstlich, Kassel, 115 km nordwestlich, Hannover, 180 km nordwestlich, Frankfurt am Main,
190 km südwestlich und Dresden, 210 km
östlich
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