Karlsruhe ist eine kreisfreie Stadt in Baden-Württemberg, Sitz des Regierungsbezirks Karlsruhe, der Region Mittlerer Oberrhein und des
Landkreises
Karlsruhe. Historisch ist Karlsruhe Haupt- und Residenzstadt des ehemaligen
Landes Baden. Die
Stadt wird im Norden, Osten und Süden vom Landkreis Karlsruhe und im Westen vom
Rhein begrenzt, welcher hier die Grenze zu
Rheinland-Pfalz
bildet. Karlsruhe ist nach Stuttgart (etwa 80 km östlich) und Mannheim (etwa 60 km nördlich) die drittgrößte Stadt
des Landes Baden-Württemberg und hat eine Fläche von etwa 173 km². Seit 1950 ist Karlsruhe Sitz des Bundesgerichtshofs
und seit 1951 des Bundesverfassungsgerichts, weshalb die
Stadt den Beinamen Residenz des Rechts trägt.Als relativ junger Stadt fehlen Karlsruhe die mittelalterlichen Gässchen
vieler anderer deutschen Großstädte. Die Innenstadt wurde bei der Stadtgründung
1715 geplant angelegt. Im Zentrum
steht der Turm des Karlsruher Schlosses im Schlossgarten.
Letzterer hat die Form eines Kreises und wird von einer Straße, dem „Zirkel“
umrandet. Historisch durften weitere Gebäude erst ab dieser Grenze errichtet
werden. Für die Bebauung waren strenge Richtlinien vorgegeben, insbesondere, was
die Bauhöhe anging, um den Gesamteindruck der Stadt einheitlicher zu machen. Die
Gebäude nahe am Schloss sind aus neuerer Zeit und gehören auf der östlichen
Seite zur Universität, auf der westlichen
Seite zum Bundesverfassungsgericht. Außerhalb
des Zirkels laufen 32 Straßen geradewegs vom Schlossturm weg wie die Strahlen
der durch das Schloss verkörperten Sonne. Schon die Erstbebauung konzentrierte
sich auf die Südseite des Schlosses, so dass die Innenstadt weniger der Sonne
denn einem nach Süden geöffneten Fächer ähnelt. Im Schloss ist heute das Badische
Landesmuseum untergebracht.Der klassizistische
Architekt Friedrich Weinbrenner prägte in der
ersten Hälfte des 19.
Jahrhunderts das Stadtbild. Noch heute kann man viele seiner Werke in der
Innenstadt Karlsruhes wiederfinden. Der Marktplatz mit evangelischer
Stadtkirche (1807–15) und Rathaus
(1821–25) an der zur „via triumphalis“ ausgebauten Nord-Süd-Mittelachse zählt zu
den markantesten klassizistischen Platzanlagen in Europa (nach
Kriegszerstörungen ab 1950 weitgehend rekonstruiert). Bemerkenswert ist auch die
Pfarrkirche St.
Stephan, die zwischen 1808 und 1814 erbaut wurde und nicht nur zu den
Hauptwerken Weinbrenners zählt, sondern einen der bedeutendsten klassizistischen
Kuppelbauten Süddeutschlands darstellt. |